“Pflegenden Angehörigen ein hörendes Herz schenken und eine Stimme verleihen als Dank und Wertschätzung für ihre Arbeit.”
Unterstützung für pflegende Angehörige
In Österreich wird der Großteil der hilfs- und pflegebedürftigen Menschen zu Hause betreut – rund 70 % davon durch Angehörige. Damit leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft.
Diese Betreuung erfolgt meist unbezahlt, häufig an sieben Tagen in der Woche und oft ohne geregelte Auszeiten. Die dauerhafte Belastung kann zu erheblichem psychischem Druck führen.
Wir unterstützen Gemeinden, die pflegende und betreuende Angehörige gezielt stärken möchten, insbesondere durch folgende Maßnahmen:
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Öffentliche Wertschätzung und Anerkennung.
In Zusammenarbeit mit den bestehenden Institutionen zur Bewusstseinsbildung beitragen.
Über die vorhandenen Angebote und Möglichkeit der Unterstützung informieren.
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Durchführung eines Lehrganges für Seniorenbegleiter*innen.
Damit das Angebot „Flexible Entlastung für Angehörige“ vor Ort langfristig gewährleistet ist.
Seniorenbegleitung ist eine Jobchance für jene, die eine flexible Arbeitsmöglichkeit suchen.
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Umsetzung des Pilotprojektes „Neue Tradition im Umgang mit Angehörigen“.
Organisation von Ersatz und Kostenübernahme für regelmäßige Auszeit.
Einen Begegnungsort für Betreute und Angehörige etablieren, denn Betreuung oder Unterstützungsbedarf sollen kein Grund sein, vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen zu sein.
Ausbildung von Seniorenbegleiter*innen, um flexible Entlastungsangebote auch über die Pilotphase hinaus sicherzustellen.
Aufbau tragfähiger Strukturen, damit die neue Tradition nachhaltig verankert und laufend weiterentwickelt werden kann.
Pilotprojekt “Neue Tradition im Umgang mit Angehörigen”
Angehörigen- und betreuten-freundliche Gemeinschaft
Start durch ein Pilotprojekt, mit dem Ziel, eine neue Tradition im Umgang mit den pflegenden Angehörigen zu etablieren.
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Organisation von Ersatz, sowie die Kostenübernahme für 1 Tag in der Woche (zwischen 4 und 8 Stunden) als Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung von Seiten der Gesellschaft. Die Erfahrung beim Pilotprojekt als Basis nützen, damit das bisherige Unterstützungsangebot um den Aspekt der regelmäßigen Auszeit (Kostenersatz) erweitert wird.
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Einen Begegnungsort (Arbeitstitel „Lebensgarten“) für Betreute und Angehörige etablieren, der auch für stundenweise- bis hin zu Tages-Betreuung dient und über das Pilotprojekt hinaus fortgeführt wird.
Im „Lebensgarten“ der Vereinsamung entgegenwirken und den Angehörigen eine Stimme geben.
Jemanden zu betreuen, aber auch auf Hilfe angewiesen zu sein, sollte kein Grund darstellen, nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Ort, wo Gemeinschaft kultiviert wird und Einsamkeit ein Fremdwort ist, durch Echtzeit-Angebote: Z.B. Informationsveranstaltungen, aktuelle Themen bearbeiten, zusammenkommen, sich austauschen, gemeinsam spielen, basteln, tanzen, singen kochen, oder wo eine Band, eine Theatergruppe z.B. von Oldies entsteht, und vieles mehr.
Ort, der als hörendes Herz für die Angehörigen fungiert, sie bei der Planung der Aktivitäten miteinbezieht, die Entwicklung eines neuen Selbstbildes fördert und offen ist für die Mitarbeit, denen das Anliegen am Herzen liegt.
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…damit das Angebot der flexiblen Entlastung über das Pilotprojekt hinaus gewährleistet ist.
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…damit diese gefestigt und kontinuierlich weiterentwickelt wird.
Struktur für das Pilotprojekt
Projektförderstelle - z.B. mit Fonds Gesundes Österreich - 80% der Kostenübernahme
Projektträger – Gemeinde - 20% der Kostenübernahme
Diese 20 % könnte die Gemeinde teilweise durch Sachleistungen (wie Begegnungsort) einbringen, durch Akquise von Sponsoren, usw.
Projektmanagement – ISL Bildung und Begleitung gemeinnützige GmbH:
PR-Arbeit,
Förderantrag,
Planung, Organisation:
Ersatz für Auszeit,
Aufbau des Lebensgartens,
Durchführung des Lehrganges für Seniorenbegleiter*innen
Aufbau einer Struktur von und für die Angehörigen, die den vorhandenen Strukturen und allen, die sich einbringen möchten, eine Plattform bietet.
“Sie möchten sich in ihrer Region für eine Angehörigen-freundliche Gemeinde einsetzten, dann freuen wir uns von Ihnen zu hören!”